Sehr viele Unternehmen werben mit Internetseiten für sich und zeigen dort auch Bilder Ihrer Arbeitnehmer. Bilder, die eine Person abbilden, dürfen wegen des Rechts am eigenen Bild grds. nur mit Zustimmung der Person verbreitet werden. Der Arbeitgeber darf also nicht einfach ein Bild seines Arbeitnehemrs erstellen und vewenden. Er muss vom Arbeitnehmer vielmehr - am besten schriftlich - dessen Zustimmung einholen. Ansonsten drohen für den Arbeitgeber Schadenersatzansprüche aus §§ 823 BGB in Verbindung mit 22 KUG. Auch wenn andere Mitarbeiter sich haben fotografieren lassen, besteht kein Anspruch des Arbeitgebers, Fotografien des Mitarbeiters zu verwenden.

Steitigkeiten entstehen insoweit häufig nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, wenn Bilder, die den ehemaligen Arbeitnemer zeigen, immer noch vom Arbeitgeber verwendet werden. Bei einem Porträtfoto besteht ein Anspruch auf Beseitung des Fotos und Unterlassung dessen Verwendung. Ist der Mitarbeiter aber etwa nur als Dekoration eingesetzt worden und wäre sein Bild von seinem Aussagegehalt her durch das Foto jeder beliebigen anderen – auch unternehmensfremden – Person in gleicher Pose austauschbar, besteht kein Löschungsanspruch, wie das LAG Köln entschieden hat.